Urvolk Inder - Abstammung und Herkunft
Herkunftsanalyse bestellenWelche Völker gibt es in Indien?
Indien ist ein Mehrvölkerstaat, dessen ethnische Vielfalt mit der des gesamten europäischen Kontinents vergleichbar ist. Etwa 72% der Inder sind Indoarier und 25% Draviden, die hauptsächlich im Süden Indiens leben. 3% sind sonstige Gruppen, vor allem tibeto-birmanische, Munda- und Mon-Khmer-Völker im Himalayaraum sowie in Nordost- und Ostindien.
8,2% der Einwohner gehören der indigenen Stammesbevölkerung an, die sich selbst als Adivasi bezeichnet, obwohl sie ethnisch höchst uneinheitlich ist. Die indische Verfassung anerkennt mehr als 600 Stämme. Sie befinden sich meist außerhalb des hinduistischen Kastensystems und bleiben trotz bestehender Schutzgesetze sozial stark benachteiligt. Hohe Bevölkerungsanteile haben die Adivasi in der Nordostregion (besonders in Mizoram, Nagaland, Meghalaya, Arunachal Pradesh, Manipur, Tripura, Sikkim) sowie in den ost- und zentralindischen Bundesstaaten Jharkhand, Chhattisgarh, Orissa und Madhya Pradesh.
Was ist der Ursprung der Inder?
Früheste Funde menschlichen Lebens in der Region stammen aus Flusstälern südlich des Himalayas in der Nähe von Rawalpindi. Die nur wenig bearbeiteten Steinwerkzeuge aus dem Paläolitikum dürften 300'000 – 400’000 Jahre alt sein. Während im Norden Geröll und Abschläge benutzt wurden, tauchte in Zentral- und Südindien bereits der Faustkeil auf, dessen Ursprungsgebiet in Afrika liegt. Gegen Ende der Altsteinzeit wurden die Werkzeuge in Mittel- und Südindien vielfältiger. Die Verbreitung von Mikrolithen im gleichen Gebiet während der Mittel- und Jungsteinzeit deutet auf Veränderungen in der Lebensweise. Zwischen 4000 und 3000 v. Chr. verliessen die Jäger im Nordwesten des Subkontinents die Berge und siedelten als Bauern in den Dörfern am Indus, wo sich seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. auch die ersten städtischen Kulturen entwickelten.
Genetische Urvölker von iGENEA
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